Vielleicht zählt mein Frauchen zu einigen letzten wenigen, die sich (noch) nicht, bzw. unzureichend über das Impfen vom Hund informiert haben...
Durch Zufall hat mein Frauchen zwei Tage in einer Kleintierpraxis verbracht und den Alltag dort miterlebt. Nach den zwei Tagen ist Frauchen aufgefallen, dass die Tageseinnahmen vorrangig mit Impfungen von Hund, Katze & Kaninchen gemacht wurden. Jeder zweite Besitzer legte den Impfausweis seines Schützlings vor und wies selbst auf die anstehende Impfung hin. Routine in der Praxis - schon sitzt der Pieks und die Geldbörse wird geöffnet. Keine Nachfragen.
Auch Herrchen und Frauchen und Hundebesitzer um uns herum haben/hatten den Gedanken im Kopf verankert, dass jedes Jahr eine Auffrischung der Impfung erfolgen muss!! Stutzig wurde Frauchen auch als sie beim letzten Tierarztbesuch wegen meinem Auge nach der Impfung gefragt hat, die alle drei Jahre erneuert werden muss/kann?? (hat mein Frauchen mal irgendwo nebenbei gehört) Die Tierärztin hat sofort verneint. Frauchen hatte sich bis dato mit dem Thema nicht beschäftigt *schäm*. Durch die Entzündung wurde ich an diesem Tag gott sei dank nicht geimpft.
Nun hat Frauchen das hier gefunden:
In der Partner Hund von 8/2013 stand folgendes:
Die WSAVA ,der Weltverband der Kleintierärzte ,hat neue Impfrichtlinien
herausgegeben. Nach diesen aktuellen Empfehlungen sollen Welpen zwischen
der 14. und 16.Woche die Dreichfachimpfung gegen Staupe,Hepatitis und
Paravovirose ( SHP ) erhalten. Vorsichtshalber sollte die Impfung nach
einem Jahr aufgefrischt werden, danach bräuchten die Hunde keine
Wiederholungsimpfung mehr, weil 98 Prozent dann lebenslang geschützt
seien. Wenn dennoch nachgeimpft würde, dann nicht häufiger als im Abstand
von 3 Jahren. Der Verband empfiehlt außerdem die Tollwutimpfung nur in
Ländern, in denen die Seuche noch Auftritt oder die Reise
bzw. Ländergesetze sie vorschreiben. Dringend erforderlich sei allerdings
,so die WSAVA, ein jährlicher Check beim Tierarzt, bei dem auch die
Titerbestimmung gegen Infektionskrankheiten durchgeführt würde. So
könnten Hunde, die nicht genug Abwehr gegen Infektionskrankheiten
haben, nachgeimpft werden. Es ist wichtig, so die Tierärzte in ihrer
Erklärung, so wenig wie möglich zu impfen,aber gleichzeitig sicherzustellen, das die Hunde gegen lebensbedrohliche Viruserkrankungen geschützt sind.
Ein Auszug: "Die US-Hundeimpfrichtlinien von 2003 enthalten eine Tabelle, in der
die Dauer des Impfschutzes verschiedener Impfstoffe aufgeführt ist. In
Anbetracht der nachfolgenden Angaben, die auch für in Deutschland
erhältliche Impfstoffe gelten, kann man sich über die angeblich
alljährlich notwendigen Auffrischungsimpfungen nur wundern:
Staupe |
mindestens 7 Jahre |
Parvovirose |
mindestens 7 Jahre |
Hepatitis (CAV-2) |
mindestens 7 Jahre |
Tollwut |
mindestens 3 Jahre |
Canines Influenzavirus |
mindestens 3 Jahre |
Warum also sollten wir unsere Tiere JEDES Jahr mit Impfungen
belasten? Hunde und Katzen besitzen genau wie Menschen ein wunderbares Immunsystem. Wenn wir davon ausgehen, dass Impfungen so wirken, wie ihre zwar
einleuchtende, aber durchaus umstrittene Theorie das begreiflich macht,
dann hängt der Schutz vor einer Krankheit vom sog. Immungedächtnis ab.
Der Impfstoff sorgt also dafür, dass sich das Immunsystem mit einem
abgeschwächten oder toten Erreger auseinander setzt und gegen ihn
Antikörper bildet. Taucht irgendwann der echte Erreger auf, dann kennt
sich das Immunsystem damit bereits aus und vernichtet ihn problemlos."
Wie steht ihr zu dem Thema Impfen? Regelmäßig? Gar nicht? Ausnahmen?